Wirtschaftsmagazin KONTAKTE empfiehlt "www.der-redenschreiber.de"
Weshalb es sich lohnt, bei der Vorbereitung einer Rede einen erfahrenen und diskreten Fachmann zu beauftragen? Das Magazin KONTAKTE - WIRTSCHAFT IM DREILÄNDERECK beantwortet in der Winter-Ausgabe 2009 diese Frage sehr überzeugend.
Wie Worte wirklich wirken
Brillanz oder Langeweile: Wann lohnt sich die Dienstleistung eines Redenschreibers?
Großunternehmen wissen, wie Reden in der Mediengesellschaft ankommen - und beschäftigen daher professionelle Ghostwriter. Auch Mittelständler können diesen Service in Anspruch nehmen. Die Kosten für eine glänzende Rede sind überschaubar und stellen ein imageförderndes Investment dar.
 Der Mann stand vor einem wirklichen Problem: Isokrates war ein wahrer Meister des Wortes und ein scharfsinniger Analyst politischer Hintergründe. Mit diesen Talenten gesegnet, hätte er schon im antiken Athen Karriere machen können. Sein rhetorisches Geschick hätte ihm alle Türen geöffnet, wären da nicht seine Schüchternheit und schwache Stimme gewesen. Er konnte Reden schreiben, die imstande waren, die Menschenmassen mitzureißen, doch als Redner wirkte er unsicher und mitleiderregend. Dennoch war Isokrates ein cleverer Geschäftsmann. Er gründete um 390 v. Chr. in Athen eine Rednerschule und arbeitete hinfort als Ghostwriter. Und für die rhetorische Hilfe des Meisters war den Mächtigen schon damals kein Preis zu hoch. Angeblich zahlte Fürst Nikokles von Zypern umgerechnet rund 90.000 Euro für eine Rede von Isokrates.
Von Honoraren dieser Größenordnung können die meisten Redenschreiber von heute nur träumen. Es sind nicht nur Politiker, die ihre Ansprachen von Profis formulieren lassen, auch in den Unternehmen hat man die PR-Strahlkraft eines glänzenden Auftritts am Rednerpult längst erkannt. Und sogar für die Rede bei einem größeren Familienfest wird gern schon mal ein erfahrener Redenschreiber angeheuert.
Breites Spektrum an
betrieblichen Reden
In deutschen Großunternehmen werden im Schnitt pro Jahr 59 Reden gehalten, die meisten von den Vorständen oder Geschäftsführern. Mal gilt es, die Mitarbeiter in einer Neujahrsansprache zu überzeugen, mal soll die unternehmerische Leistung Journalisten verkauft werden, ein andermal werden neue Gebäude eingeweiht oder langjährige Mitarbeiter verabschiedet. Das Spektrum spannt sich bis zur Traueransprache – der bei den meisten Rednern wohl gefürchtetsten rhetorischen Herausforderung.
Auch mittelständische Unternehmer werden immer häufiger ans Rednerpult gebeten – und hinterlassen nicht selten einen unbeholfenen und schwachen Eindruck, obwohl sie doch an und für sich viel und vor allem viel Interessantes zu sagen hätten. Der Grund ist eigentlich immer der gleiche: Es fehlte einfach ausreichend Zeit, um eine gute Rede zu schreiben. Also greift man auf frühere Reden zurück, baut ein paar Floskeln ein und hofft, dass dieser Kelch bald vorüberziehen werde.
Die Wirkung einer guten Rede auf die Zuhörer und der PR-Effekt sowohl für den Redner als auch für sein Unternehmen werden gerade von mittelständischen Unternehmen häufig unterschätzt. Große Betriebe hingegen investieren recht ansehnliche Summen für professionelle rhetorische Schützenhilfe. Ein angestellter Redenschreiber mit Erfahrung ist unter einem Jahresgehalt von 70.000 Euro kaum noch zu bekommen. Die wirklichen „Edelfedern“ liegen, sofern sie sich überhaupt anstellen lassen, deutlich darüber. Erheblich günstiger ist es meist, einen externen Redenschreiber zu beauftragen. Zwar gibt es keine bindenden Tarife, und die Tagessätze der Redenprofis schwanken zum Teil beträchtlich, dennoch existieren Orientierungsgrößen. Manche verlangen schon mal das Doppelte, doch lässt ein hohes Honorar nicht unbedingt auf eine entsprechende Qualität schließen. Eine halbstündige Rede sollte dem Auftraggeber zwischen 1000 und 1200 Euro wert sein.
Gute Ergebnisse nur,
„wenn die Chemie stimmt“
Viele mittelständische Unternehmer wären zwar durchaus bereit, dieses Honorar für die Ausarbeitung einer wichtigen Rede zu investieren. Immerhin handelt es sich um steuerlich absetzbare Betriebsausgaben. Doch viele potenzielle Auftraggeber tun sich schwer, einen wirklich guten Ghostwriter zu finden. Meist fragen sie dann einen Kollegen, der möglicherweise sogar einen Redenschreiber empfehlen kann. Dieser Weg ist aber nicht ohne Risiko, denn Ghostwriting ist immer ein sehr persönliches Geschäft. Salopp ausgedrückt: die Chemie muss stimmen. Und es ist keineswegs sicher, dass der mittelständische Maschinenbauer vom Entwurf des empfohlenen Redenschreibers ebenso begeistert ist wie der jungdynamische Banker.
Oder aber, der Unternehmer wendet sich an einen Journalisten bei der Tagespresse, der ein willkommenes Zubrot wittert und die Rede nach Dienstschluss leidenschaftslos herunterschreibt. Die KONTAKTE-Redaktion hat dank bester Beziehungen zu erfahrenen Ghostwritern eine Checkliste zusammengestellt, die konkrete Anhaltspunkte liefert, woran man einen guten Redenschreiber erkennt.
Ein paar praxiserprobte Tipps gibt es derweil honorarfrei. Sie stammen vom ehemaligen Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel: „Die Rede hat immer einen Anfang und meistens einen Schluss. Was dazwischen liegt, ist nicht so wichtig. Der Anfang ist verhältnismäßig leicht. Der Redner kann sich beispielsweise dafür entschuldigen, dass er redet, um es dann doch zu tun. Er kann sagen, dass er von der Sache nichts versteht, und dies sogleich unter Beweis stellen. Er kann den Zuhörern auch sagen, warum sie da sind: Wir haben uns heute hier versammelt, um.... Die Zuhörer freuen sich immer, wenn ihnen etwas mitgeteilt wird, was sie bereits wissen“.
Kurt Moritz
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